ivaari make up
29.05.2020

Die Geschichte des Make-up 

Make-up von der Antike bis heute: eine faszinierende Zeitreise durch die Welt der dekorativen Kosmetik

 

Schon in der Antike legten die Frauen großen Wert auf ihr Erscheinungsbild. Forscher fanden beispielsweise in den Frauengräbern der alten Babylonier in Muscheln aufbewahrte Farben sowie Schminkgefäße. Solche und andere Utensilien gehörten damals zu den üblichen Grabbeigaben. Vor allem die ägyptischen Frauen waren sehr erfinderisch, wenn es um die Betonung ihrer Schönheit ging. Sie gewannen rote Farbe aus Schildläusen und bemalten damit ihre Lippen, die grünen Pigmente von gemahlenem Malachit dienten dagegen zum Schmücken der Augenlider. Kleopatra, die bis heute als schönste Frau ihrer Epoche gilt, badete täglich in Eselsmilch und ließ sich nie ohne ihren typischen starken Lidstrich sehen, der teilweise sogar bis zur Schläfe reichte. Dieser Lidstrich hatte aber auch einen kulturellen und religiösen Hintergrund, denn er sollte an den legendären Sonnengott Ra erinnern.

Basis des damaligen Make-ups waren überwiegend Fette und Wachs, denen Pigmente aus Lapislazuli, Zinnober oder dem schon erwähnten Malachit beigemischt wurden. Die Frauen bewahrten es meist in kunstvoll verzierten Kosmetikschatullen auf. Als Wimperntusche diente häufig gebrannter Kork.


Im Mittelalter nahm der Wunsch nach perfekter Schönheit jedoch gesundheitsschädliche Formen an. Zu dieser Zeit war eine vornehme Blässe nämlich ein Symbol für Reichtum. Mit ihrer extrem hellen Haut zeigten die Frauen, dass sie die harte Arbeit im Freien (etwa auf dem Feld) nicht nötig hatten. Doch in vielen Fällen führte dieses Schönheitsideal zum Tod, denn zum Aufhellen der Haut wurden giftige bleihaltige Produkte verwendet. Historiker behaupten sogar, dass die englische Königin Elisabeth I. (16. Jahrhundert) erst krank wurde und dann starb, weil sie sich nie ohne die schädlichen Bleipigmente in der Öffentlichkeit zeigte. Etwa um die gleiche Zeit waren auch kleine Schönheitspflaster beziehungsweise winzige schwarze Aufklebepünktchen beliebt, die als „Mouches“ („Fliegen“) bezeichnet und von den Damen auf dem Teint platziert wurden. Die hatten einen ganz bestimmten Zweck, denn die exakte Lage der „Mouches“ lieferte Aufschlüsse über die Flirt-Absichten der Trägerin. So sollte ein Aufklebepünktchen auf der Wange beispielsweise signalisieren, dass die betreffende Dame durchaus an einem Abenteuer interessiert war.

Spannende Entwicklungen und wegweisende Innovationen

Später kamen die unnatürlich weißen Teints mit den knallroten Lippen und dem tiefschwarzen Lidstrich wieder aus der Mode. Das aufkommende Gesundheitsbewusstsein im frühen 19. Jahrhundert und das inzwischen erworbene Wissen über die schädigende Wirkung von Blei- und Quecksilberverbindungen setzten diesem Trend ein Ende. Die Haut sollte nunmehr nicht mehr übertüncht, sondern gepflegt werden. Zu den damaligen Entwicklungen gehörten Taschenpuder, kosmetische Gesichtsbinden und die betörend duftende Lilienmilch-Seife. Der Kosmetik-Fabrikant Ludwig Leichner erfand wenig später eine bleifreie Bühnenschminke, Maksymilian Faktorowicz (auch als Max Factor bekannt) entwickelte um 1914 ein Make-up, das selbst schweißtreibender Arbeit standhielt und von diversen Hollywoodikonen genutzt wurde. Dieses Make-up gilt als Vorreiter für die heutige Foundation.


Etwa 1930 setzte ein regelrechter Run auf Zeitschriften mit Schönheitstipps ein. Die Damen träumten von Lippen à la Jean Harlow und wollten sich die Augen von ihrer Visagistin genauso schminken lassen wie Bette Davis. Auch Marlene Dietrich und Greta Garbo waren umschwärmte Schönheitsideale. Absolut „in“ in diesem Jahrzehnt: falsche Wimpern und eine schwalbenförmige Zeichnung des Mundes. Make-up für den täglichen Hausgebrauch wurde quasi zum Massenprodukt. Doch die Kosmetik hatte zunächst noch enormen Verbesserungsbedarf. Die erste moderne Version von Mascara bestand aus einem Kohlestaub-Vaseline-Gemisch und ließ sich kaum akkurat auftragen. Wesentlich besser präsentierte sich zu dieser Zeit der Lippenstift, der schon damals in kleinen Röhrchen produziert wurde. Rouge, bis Ende der zwanziger Jahre ausschließlich in Töpfchen, Fläschchen, Folienheftchen oder Papier zu bekommen, kam schließlich in der bis heute bekannten Dosenform auf den Markt und sorgte damit für riesige Begeisterung unter schönheitsbewussten Damen.

Von knallig-bunt bis zart und natürlich

Die folgenden Jahrzehnte wurden von den unterschiedlichsten Farbtrends bestimmt. Herrschten in den fünfziger Jahren eher dezente Nuancen vor, schien in den verrückten siebziger und achtziger Jahren plötzlich alles möglich zu sein. Dementsprechend grell und farbenfroh zeigte sich auch das Make-up. Tonangebend in den Fünfzigern waren vor allem Brigitte Bardot und Audrey Hepburn, die bewiesen, dass ein natürlicher Teint, zarte Lippenstiftfarben und ein unauffälliges Rouge einfach umwerfend aussehen können. In den flippigen Sechzigern brach die Ära der gewölbten Augenbrauen und glänzenden Lidschatten an, dieser Glanz- und Glimmer-Stil setzte sich bis in die Siebziger fort. Noch kräftiger schminkten sich die Damen in den achtziger Jahren, als ein knalliges Lippenrot und dichte Augenbrauen fast schon ein Muss waren. Das folgende Jahrzehnt setzte wieder auf mehr Natürlichkeit, bis zur Jahrtausendwende coole Metallic-Farben modern wurden.


Heute liegen vor allem sanfte Naturtöne und warme, zarte Farben im Trend. Authentizität steht dabei immer im Vordergrund. Das heißt aber nicht, dass der Style für einen tollen Abend in Nürnberg nicht einmal etwas extravaganter und flippiger sein darf. Ob für ein festliches Braut Make-up oder für die lange Partynacht, wer sich eine professionelle Make-up Beratung gönnt, erfährt, welcher Look zum eigenen Typ am besten passt. Und falls die Zeit drängt oder der Weg zu weit ist: Ein mobiler Make-up Service durch eine erfahrene Visagistin unterstreicht Ihre Schönheit und garantiert Ihnen zu jedem Anlass einen umwerfenden Auftritt!

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